Dublin – Trinity College, Guinness Storehouse und noch mehr Guinness
Dass Baile Átha Cliath [blʲaˈklʲiə], aka Dublin, mal irgendetwas mit den Vikingern zu schaffen hatte, fällt selbst dem nicht geschichtsinteressierten Dublin-Besucher auf. Dies liegt in der Tat an dem Vikingerschiff auf gemotzten Stadtrundfahrtbussen, in denen der Touri den typischen Vikingerhut trägt und auch zu grölen pflegt. Bevor wir allerdings dieses Schauspiel erleben konnten, begann der Tag mit dem traditionellen “Irish Breakfast” in Temple Bar, welches aus Rashers (gebratenem Bacon), irische Schweinswürstchen, Spiegelei, Champignons, gebackenen Bohnen, gebratenen Tomaten und dunkles Toastbrot serviert wird. Abgerundet wird diese Kalorienbombe durch White&Black Pudding, welches nicht mit einer Süßspeise zu verwecheln ist, sondern aus Blut- und Leberwurst besteht.
Gestärkt ging es zunächst zum beliebten Park Dublins, St. Stephen’s Green, in dem im Sommer Gott und die Welt die Seele baumeln lässt. Dort statteten wir der attraktiven Statue von Oscar Wilde einen Besuch und flanierten ein wenig. Entlang an der Grafton Street residiert das Trinity College, eines der renommiertesten Universitäten Irlands, welche große Schöngeister wie Samuell Beckett, Oscar Wilde oder Bram Stoker oder sogar Schmachtfetzer Chris de Burgh hervorbrachte. Lohnenswert ist gewiss an einer Führung teilzunehmen. Unser Reiseführer, der schockierende Ähnlichkeiten mit Bill Murray hatte, führte uns mit seinem blumigen Erzählstil in die Geheimnisse dieses schönen beeindruckenden gregorianischen Bauwerks und dessen Geheimnisse ein. Abschluss bildete der Besuch des Long Rooms, der alten Bibliothek, wo neben der ältesten Harfe Irlands auch das berühmte Book of Kells aufbewahrt wird.
Nach diesem eindrucksvollen, kulturellen Abstecher, sehnten wir uns schon unserer Nachmittagsbeschäftigung herbei, der Besichtigung des Guinness Storehouse, wo touristengerecht die Geschichte und Brauweise des Guiness dargestellt wird. Zum Abschluss gönnt man sich dann noch ein gratis Guinness in der Skybar, welche eine ähnliche Stimmung widerspiegelt wie das Après-Ski und gleichzeitig eine schöne Aussicht über Dublin bietet.
Ein wenig beschwipst schlenderten wir schließlich zurück zu Temple Bar, dem Ausgehviertel von Dublin wo wir uns einen Irish Stew gönnten, der mich ziemlich schläfrig machte. Trotz Müdigkeit freute ich mich auf unser irisches Date, Stephen, der Bruder des Freundes einer Freundin. Die Bar ebenfalls Temple Bar genannt, war trotz der frühen Uhrzeit schon gerammelt voll. Dort gönnten wir unser erstes Pint und ich wachte langsam auf. Schon bald nachdem wir das erste Pint runtergekippt hopsten wir zu einer anderen Bar, welche traditionell irische Folklore zum besten gab. Ingesamt war es ein sehr schöner Abend, überhaupt Tag, mit vielen neuen interessanten Eindrücken, Unmengen von Guiness und irischem Humor.
Kopenhagen – die kleine Meerjungfrau, Amalienborg und das jüdische Museum
Beschwingt und abenteuerlustig ging es am nächsten Tag zum wohl bekanntesten Wahrzeichen Kopenhavn – der kleinen Meerjungfrau alias Lille Havfrue. Sie ist wirklich süß aber dermaßen von Touristen umzingelt ist, dass wir sie recht bald wieder verlassen mussten. Ein Besuch lohnt sich aber zweifellos, da hier der Weg in gewisser Weise das Ziel darstellt: sehr schöne grüne Promenaden entlang am Fluss-Ufer und ein Blick auf die königliche Oper.
Auf dem Rückweg statteten wir dann der königlichen Wache mit ihren Bärenfellturbanen einen Besuch ab. Beneidenswert erschien uns das Leben dieser trotz topmodischem Outfit nicht, da sie im monotonen Gleichschritt stundenlang hin und her marschierten und ständig von starrenden Touris fotografiert werden. Das Schloss besteht aus vier Rokokko-Palästen, welche seit 1794 von Königin Margrethe II beherbergt werden. Sie ist Nachfahrin von Gorm, dem gamle, der vor über 1000 Jahren die Macht ergriffen hatte, was dazu führte, dass sich Dänemark als das älteste Königreich Europas nennen darf.
Sehr schön und sehenswert ist der Nyhavn, der neue Hafen, mit den farbenfrohen Giebelhäusern auf der Sonnenseite. Dort entstand im frühen 17. Jahrhundert ein Viertel, wo man sich divers vergnügen konnte. Heutzutage zählt der Hafen besonders im Sommer zu den bevorzugtesten Treffpunkten Kopenhagens.
Als Kulturbegeisterter sollte man das Dänische Jüdische Museum aka Dansk Jødisk Museum besuchen. Hier erfährt man Interessantes über die Geschichte, Kultur und Kunst der in Dänemark lebenden Juden. Getoppt wird dies durch die skurille Architektur, die von Daniel Liebeskind gestaltet wurde.
Zum Schluss gönnten wir uns noch eine Fahrt mit der Metro. Diese zählt zu den modernsten Europas, da sie fahrerlos und vollautomatisiert durch die Stadt zischt…wirkt scary, ist es meines Erachtens aber nicht. Gelohnt hat es sich trotzdem, da wir somit recht schnell vom Zentrum zum Flughafen fahren konnten. Dort gönnten wir uns um den Wochendtrip abzurunden ein Carlsberg. Kopenhagen ist wirklich eine hübsche und überschaubare Stadt, welche kulturell sehr viel zu bieten hat, gleichzeitig sehr entspannend ist.
Kopenhagen – Smørrebrød ohne Brød aber vieles mehr

Kopenhagen ist klein, teuer, hübsch und besonders im Sommer sehenswert.
Kotzende Männer und sich prügelnde Frauen -das war mein erstes Bild am Flughafen Kastrup. Allerdings wurde dieser Eindruck im Laufe des Aufenthalts revidiert. Unser Hotel Cabin Metro, welches zwischen Lufthavne und Stadtzentrum liegt, ist absolut empfehlenswert. Vom kleinen aber sauberen DZ-Zimmer für 106€/Nacht erreichten wir am nächsten Tag den Hauptbahnhof innerhalb von 15 Minuten. Erste Sehenswürdigkeit sollte Tivoli sein. Tivoli wurde 1843 eröffnet und ist somit einer der ältesten Vergnügungsparks weltweit. Schön, dass schon im 18. Jahrhundert die Dänen einen Sinn für Unterhaltung und Spaß hatten – weniger erfreulich sind die Preise – nur um ein paar Blumenbeete zu sehen, zahlt man 70 DK (~10€) und für ein Multifahrtenticket 240 DK (~32€). Wer also auf Achterbahnen und ähnliche Fahrgeschäfte steht, sollte den weltbekannten Park besichtigen. Die anderen sollten es lassen oder abends zu einer Tanz-oder Theaterperformance kommen. Für uns ging es auch gleich weiter über den Rathausplatz, wo unsere türkischen Nachbarn die anatolischen Festtage feierten, in Richtung Christiana. Ganz beiläufig liefen wir an der Vor Frelsers Kirke vorbei. An deren Turm befindet sich an der Außenseite eine Treppe, die sich bis um die Turmspitze windet. Vom höchsten Punkt aus hat man eine wunderbare Aussicht über Kopenhagen. Tragisch ist wiederum, dass sich der leicht labile Architekt, nachdem er bemerkte, dass er die Treppe gegen den Uhrzeigersinn errichtete von seinem selbsterbauten Werk stürzte.
Christiana ist die von 1971 von dänischen Hippies ausgerufene Freistadt, welche auf Selbstregulierung setzt. Auf Polizisten stößt man daher selten, dafür auf sehr platzeinnehmende Fotografier-Verbotsschilder. Die sonst sehr friedlichen Blumenkindern können dem Vernehmen nach angepisst bis hin gewaltsam reagieren, wenn man trotzdem Fotos schießt. Hinter den Schildern kann man ihnen bei alternativen Alltagsbeschäftigungen zuschauen, respektive beim Rumhängen oder Verkauf von Touri-Zeug wie Haschpfeifen, Rasta-Mützen und Dope selbstverständlich. Am östlichen Ende der Hauptverkehrsstraße Pusher-Street lässt es sich ein paar Minuten am Ufer der Oresund entspannen.
Da es schon dann Abendszeit war, gingen wir am Strich, aka Strøget, vorbei. Der Strich ist mit einer Länge von ca. 1,1 km eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Da mittlerweile unser Magen knurrte, war es auch langsam zeit ein Restaurant aufzusuchen. Letztendlich entschieden wir uns für ein kleines in einem Seitengässchen der Strøget, welches in Hülle und Fülle Smørrebrød, das ein oft fantasievoll belegte Butterbrot Dänemarks, anbot. Ganz schön erstaunt waren wir allerdings als unter dem Fisch des Smørrebrøds kein Brot zu finden war – allerdings trotzdem lecker. Zum Abschluss gab’s noch für jeden ein Carlberg und ging’s schließlich zurück ins Hotel.
Besuch der Biennale in Venedig 2011
Diesmal hatten wir die Chance während unseres Pfingsturlaubs am Gardasee die Biennale in Venedig zu besuchen. Wir waren sehr gespannt darauf, nach all den negativen Kritiken in der Presse.
Venedig lohnt sich allemal wieder und ebenso die Bahnfahrt mit dem Regionalzug für uns ab Desenzano (Hin-und Rückfahrt 17€ pro Person). Man kann auch an fast jedem anderen Bahnhof auf der Strecke einsteigen. Günstig ist es, sich die Fahrkarten rechtzeitig vorher zu besorgen, da meist die Schlangen an den Schaltern ziemlich lang sind. Um 8.51Uhr fuhr unser Zug los (die Fahrkarte vorher entwerten) und zwei Stunden später waren wir am Bahnhof Santa Lucia in Venedig. Langweilig ist solch eine Bahnfahrt nicht. Kann man doch einige Studien an Mitreisenden betreiben: Wieso fahren hunderte von Schülern von Brescia herkommend nach Peschiera zur Schule? Touristinnen, die sich während der Fahrt am Rotwein laben, zig verschiedene Handytöne und, und, und.
Am Bahnhof Santa Lucia angekommen lösten wir uns an einem der Schalter Fahrkarten fürs Vaporetto. Diesmal wählten wir Einzelkarten (je Karte 6,50€). Das sind dann zwar auch 13 € pro Person um bis zum Ausstellungsgelände und wieder zurückzukommen. Eine Tageskarte kostet 16€, mit der kann man fahren sooft man will und auch bis zu den Inseln. Aber das würden wir diesmal sowieso nicht schaffen. Wir fuhren mit der Linie 51 bis zur Haltestelle Giardini, wo sich der Eingang der der Biennale befindet. Man könnte auch die Linie 41 nehmen. Tageskarten kann man nur dort erwerben. Für 20€ erhielten wir Einlass in den Park mit seinen vielen und vielfältig gestalteten Pavillons, von der Holzbaracke bis zum palastähnlichen Bau ist alles vorhanden. Der Zentralpavillon war unsere erste Station. Als erstes fallen die zahlreichen, ausgestopften Tauben auf den Mauervorsprüngen, Leitungen und Balken auf. Allerdings war dieses Werk (Turisti) von Maurizio Cattalon schon auf der Biennale 1997 zu sehen, was den Prinzipien dieser Veranstaltung nur Neues zu zeigen widerspricht. Uns störte das nicht. Natürlich fallen die drei Tintorettobilder in dieser Umgebung auf. Sie sollen wohl den großen Wandel zur Zeit der Spätrenaissance vermitteln, vom Bruch mit der damaligen Gültigkeit des Kunstempfindens. Sehr viele Werke sowohl bekannter als auch völlig unbekannter Künstler trifft man an. Einiges wirkt imitiert, Vieles ist erklärungsbedürftig.
Langweilig ist die Ausstellung keinesfalls: der Panzer vor dem amerikanischen Pavillon, dessen Ketten eine auf dem Laufband joggende Sportlerin bewegt. Waffen zu Pflugscharen (Sportgeräten)? Im französischen Pavillon ist eine Zeitungsdruckerei aufgebaut, die fast pausenlos die Produktion von Säuglingsbildern darstellt, im spanischen Pavillon sind nur Wasserbecken eingelassen. Stellt das die wirtschaftliche Situation des Staates dar? Selbstverständlich muss der deutsche Pavillon besichtigt werden, der von Schlingensief gestaltet wurde, und für den der Goldene Löwe verliehen wurde. In dem als Kirche eingerichteten Pavillon gibt es Videoinstallationen, Bilder, Akustisches.
Unserer Meinung nach gibt es zu viele Videoinstallationen. Aber man ist auch ganz froh, nicht an allem interessiert zu sein.

Unbedingt muss man anschließend die Arsenale besuchen, die zweite große Anlaufstelle der Biennale. Vereinzelte kleine Einrichtungen gibt es noch über Venedig verstreut. Das aber ist zeitlich nicht an einem Tag zu schaffen.
Zu den Arsenalen gelangt man, indem man Richtung Markusplatz läuft. Nach der zweiten Brücke muss man rechts abbiegen. Was wir als erstes ansteuerten war der italienische Pavillon, der ganz am Ende der Arsenale liegt. Über diese Ausstellung findet man die meisten Presseartikel, z.B. auch ein Foto in der Zeit vom 9.Juni, eine Skulptur in Form eines Sessels von Gaetano Pesce, auf dem eine schöne Nackte (eine Freundin des Kurator dieses Pavillons Vittorio Sgarbi) sitzt. Klar, dort saß sie nicht mehr, als wir kamen. Doch interessierte uns sehr, was als großer Angriff auf die Kunst der Gegenwart, als hilfloser totgeborener Ramsch, als Minestrone usw. bezeichnet wird. Tatsächlich herrscht dort ein heilloses Durcheinander, bis zur Decke hängen in mehrfachen Reihen in den hohen Hallen, wo früher Kriegsschiffe hergestellt wurden, Bilder, Collagen, Fotografien. Unzählige Skulpturen und Installationen stehen herum. Irgendwie sieht es wie in einem riesigen Secondhand-Shop aus. Für jeden ist etwas dabei, Werke von 260 Künstlern, die auf Einladung bestimmter Repräsentanten Sgarbis ausgewählt wurden.
Anschließend warfen wir noch beim Zurückschlendern zur Schiffshaltestelle (diesmal San Marco) Blicke in den ein oder anderen Pavillon. Mit dem Vaporetto der Linie 1 kehrten wir zum Bahnhof zurück. Bei einer Stunde Fahrt kamen wir auf dem Canale Grande noch an den vielen Sehenswürdigkeiten Venedigs vorbei. Unser Zug fuht um 17.05Uhr.
Ja, ein tolles Erlebnis war diese Biennale! Die Veranstaltung dauert übrigens noch November 2011.
Uns lassen diese Eindrücke jedenfalls nicht los, jede Veröffentlichung in den Medien hierzu studieren wir genau. Der Interpretationsspielraum ist groß.
Roma – Spaziergang im Centro Storico
Ich liebe Rom… gutes Essen, tolle Menschen, meistens schönes Wetter – und kunst- und kulturgeschichtlich ein wahres Goldstück. Daher war es wieder an der Zeit dieser Stadt einen 3-tägigen Besuch abzustatten. Letzten Freitag nahm ich schon recht früh den Flieger und kam um 9 Uhr in Ciamponi an. Zunächst ging es zum Hotel. Hotels in Rom gibt es wie Sand am Meer. Ich habe mich letztendlich für ein kleines und bescheidenes in Trastevere entschieden, da dieses Viertel laut Reiseführer ein malerischer und preiswerter Ort zum Übernachten ist.
Nach einem kurzen Aufenthalt dort, fuhr ich zur Piazza di Trevi. Dort traf ich mich mit Janine, die einen Tag früher angereist war. Auf der Piazza besichtigt der Tourist die weltberühmte Fontana di Trevi, an der man tatsächlich Liebe kaufen kann: Wenn man eine Münze in den Brunnen wirft, geschieht nahezu etwas sehr unspektakuläres: man kehrt irgendwann mal nach Rom zurück – die zweite Münze verspricht schon pikanteres und zwar eine heiße Liebesaffäre – die dritte Münze beschert die große Liebe. Da viele Touris dies brauchen und für sinnvoll erachten, landen bis zu 1500€ täglich in der Fontana.
Als nächstes besichtigen wir die Piazza Colonna, auf der die Colonna Antonina ehrwürdig seit den Zeiten Marc Aurels steht. In Andenken an seine siegreichen Schlachten in den Jahren zwischen 170 – 180 n. Chr. stellen die Reliefs im unteren Teil die Germanischen und im oberen die Sarmatischen Kriege dar. Gleich nebenan liegt die Piazza di Montecitorio, an der sich die Abgeordnetenkammer Italiens befindet.
Ein weiteres Highlight ist gewiss das Pantheon an der Piazza della Rotonda, das zu den berühmtesten Bauten der westlichen Welt gehört und daher jeder kennt. 27 v. Chr. für die Götter der Klassik erbaut, wurde es 600 n. Christus der Kirche geweiht, behielt allerdings seine Bezeichnung. Die größte Steinkuppel ohne Verstrebung, die jemals erbaut wurde gilt als architektonische Meisterleistung der Römer. Für Michelangelo dient sie auch als Modell für die Kuppel im Petersdom. Schwer beeindruckt, schlenderten wir zu Berninis Elefantino, ein Marmorelefant als Symbol für Weisheit und Stärke – was teilweise nicht gelingt, da er leicht verstört dreinblickt.
Danach legen wir eine kleine Kaffeepause ein, was man ruhig häufig machen sollte, denn der Kaffee an der Bar ist gut und günstig. Daraufhin geht es zur Piazza Navona, wo wir Gott und die Welt sehen: Hier tummeln sich Straßenmusiker, Rentner, Touristen und Taschendiebe. Bis zum 15. JH wurde der Platz jährlich überflutet um dort Seeschlachten nachzustellen. Danach nutzte man die Piazza als Marktplatz, dessen Zentrum die Fontana dei Quattro Fiumi einnimmt. Hier stellt Bernini die Ströme Nil, Ganges, Plata und Donau, welche die vier Kontinente repräsentieren. Man munkelt, dass die Gestalt des Nils, ihre Augen verdeckt um sich den Anblick der Chiesa di San d’agnese in Agone zu ersparen, die sein Erzrival Borromini erbaut hat. Andere behaupten, dass dies nicht möglich sei, da die Kirche nach der Fontana erbaut wurde und das Verdecken der Augen darauf hindeuten könnte, das der Nil zur damaligen Zeit noch nicht ausgekundschaftet wurde.
Nach dem kulturgeschichtlichen Programm ging es zum Abschluss des Spaziergangs noch zum Campo di Fiori , dem pulsierenden Herzens Roms und danach zurück nach Trastevere. In einem kleinen Restaurant gönnte ich mir Spaghetti Cabonara und ließ somit einen schönen Tag ausklingen.
Sierra Nevada -Wandern und Entspannen

Wenn man den Großteil seiner Tage und Nächte von einem permanenten Geräuschpegel und Menschen umgeben ist und den Mief der Autos einatmet, sprich in einer Großstadt lebt, dann grenzt ein Aufenthalt in den wirklich sehr idyllischen und malerischen Alpujarras mit den weißen Dörfern aus der maurischen Zeit schier an einer berauschenden Sinnes- und Horizonterweiterung: unglaubliche Ruhe, megafrische Luft und kaum ein Erdenbürger zu sehen. Daher sollte jeder einmal im Leben der Sierra Nevada einen Besuch abstatten.
Allerdings muss man eine extrem ausgeprägte Flexibilität aufweisen, wenn man sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen möchte. Von Málaga aus gibt es lediglich Busse nach Orgiva, die gegen 19 Uhr ihr Ziel erreichen könnten. Im schlimmsten und leider auch wahrscheinlichsten Fall steckt man da eine Nacht fest. Daher ist wohl am klügsten, den Umweg in Kauf zu nehmen und vormittags nach Granada zu fahren und von dort den Bus weiter zu den casas blancas.
Letztendlich habe ich mich für das Dörfchen Pampaneira, das am niedrigsten gelegene Örtchen entschieden, von dem man die Sierra Nevada gut erreichen kann. Dies hatte eher einen pragmatischen Hintergrund, da ich nämlich endlich ankommen wollte – Capilleira und Bubión, von denen aus man das herrliche Panorama und die imposanten schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada bewundern kann.
Am nächsten Vormittag stand eine sportliche Wanderung auf der Agenda. Nach einem sehr guten Frühstück in meiner Herberge ging ich schnurstracks und motiviert zu der kleinen Touriinfo im Zentrum von Pampaneira. Der junge Mann hatte innerhalb von 20 Sekunden eine auf meine Wünsche zu geschneiderte kleine Route gezaubert, mit dem Hinweis, dass ich wohl die erste sei, die diese Route testet und er keine Ahnung über die Beschaffenheit des Weges habe. Ein bisschen Risiko und Abenteuer kann ja niemandem schaden. Zunächst ging es in Richtung Bubión am Rande des Rio Poqueira. Der zunächst geteerte Weg enttäuschte mich. Nach Bubión nahm allerdings die Spannung zu: die Wege wurde schmaler, holpriger, steiler und durch kleine Rinnsale durchzogen. Die Spannung erreichte allerdings ihren Höhepunkt als eine Handvoll wildgewordener Extreme-Down-Hill-Mountainbiker auf mich zugerast kamen. Sportlich und todesängstlich warf ich mich in den nächsten Graben. Nach ein paar Schrecksekunden kam ich wieder zu mir und führte meine Wanderung etwas mulmig aber wachsam fort. Recht schnell erreichte ich auch Capilleira, das wirklich auch sehr hübsch und niedlich ist und von dem man eine herrliche Sicht auf das Tal hat, das von der Sierra de Lujar abgeschlossen wird. Hier stärkte ich Körper, Geist und Nerven mit albondigas in der Bar el Tilo.
Danach ging es steil bergauf, so dass ich ganz schön ins Schwitzen kam. Auf einer Terrasse auf der ein verfallenes Steinhäuschen stand, hielt ich inmitten von Ziegen, Schafen und Eseln kurz inne und genoss die Ruhe, die Sonnenstrahlen und die schöne Aussicht. Hier kann man wirklich Stunden verweilen, über Gott und die Welt nachdenken oder über gar nichts und optional seinen Lebensabend verbringen. Nach der Meditationspause kam ich dann bald in la Cebadilla an, einer verlassenen Stadt in der Nähe eines Wasserwerks.
Hier gibt’s eigentlich nichts zu sehen. Daraufhin ging es wieder auf geteertem Weg am anderen Ufer des Rio Poqueira zurück nach Capilleira. Da ich schon ganz erschöpft und durch war, beschloss ich den Bus nach Pampaneira zu nehmen, der auch eine halbe Stunde später eintraf und mich für einen Euro mitnahm -echt super Timing
Müde erreichte ich gegen halb 7 mein Hostel, wo ich gleich ins Bett fiel und erst spät noch eine Kleinigkeit aß. Da der Bus am nächsten Tag mal wieder alles andere als regelmäßig frequentierte, musste ich die schönen Alpujarras schon recht früh verlassen um in Granada nicht allzu spät anzukommen.
Mallorca – der perfekte Kletter- und Tauchtrip

In naher Zukunft werde ich der beliebtesten Insel meiner Landsmänner und -frauen einen Besuch abstatten. Nicht um aus riesigen Eimern Sangria zu trinken, nackt auf Tischen zu tanzen und rumzugröhlen, sondern um meinem Körper und meiner Seele mal was Gutes zu tun. Das bedeutet Sport und mit Freunden chillen. Hier stelle ich mir natürlich abwechslungsreiche und lustige Aktivitäten vor, welche inbesondere auf der einen Seite Tauchen und Klettern beinhalten, auf der anderen Seite Lesen und abends in einer Finca auf Mallorca mit Freunden abhängen, während die Sonne auf romantische Weise untergeht.
Am ersten Tag gegen späten Vormittag fahre ich nach Cabera, eine Insel, die südöstlich von Mallorca gelegen ist um den ersten Tauchgang in Angriff zu nehmen. Hier sehe ich die unterschiedlichsten Fischarten. Was besonders beeindruckt ist der Zackenbarsch, der die Küsten Caberas seine Heimat nennen darf. Dieser wird bis zu 2 Meter groß und ist von Natur aus Zwitter, was dazu führt, dass sich hier eine Geschlechtsumwandlung vollziehen kann, sobald die Eiablage abgschlossen wird.
Nach einem kurzen Mittagssnack fahren wir weiter zum mallorquinischen Gebirgszug. Der Genusskletterer wie man mich nennen kann, fühlt sich am wohlsten auf den Routen der Schwierigkeitsstufen zwischen 5-7. Dies bietet Gubia, welches das größte Klettergebiet auf Mallorca ist. Nach einem 30 minütigen Fußmarsch kommen wir dann an den löchrigen Kalkfelsen an und suchen uns eine Route des Schwierigkeitsgrads 5 aus, die wir auch gut meistern. Nach 3 Stunden des Kraxelns, Schwitzens und Sicherns schließen wir auch dieses Programm ab und fahren zu unserer Finca, wo wir auf dem Balkon den Abend genießen.
Am nächsten Tag steht der nächste Tauchgang auf der Agenda. Hier wähle ich abermals Cabera und erkunde dieses Mal die Grotten und die unterschiedlichsten Gesteinsformationen. Auch jetzt wird mir eine faszinierende Unterwasserwelt gezeigt, die natürlich nicht mit dem Great Barrier Reef mithalten kann, dennoch ein schönes Erlebnis bietet. Im Anschluss daran verbringe ich den Nachmittag am Strand und gehe neben des Dösens meiner Leidenschaft dem Lesen nach. Da mich der Thriller von Charlotte Link in den Bann zieht, bemerke ich nicht, wie schnell die Zeit vergeht und ich mir gegen abend schon einen kleinen Sonnenbrand zugezogen habe. Müde aber glücklich fahre ich zurück zu meinen Freunden, die in der Finca Paella bereits kochen. Nach dem Abendessen trinken wir noch viel Wein und lassen somit einen wunderschönen Kurztrip ausklingen.
Malaga – Picassos Geburtsstadt und leckere Tapas

Vollkommene Stille – nur das Gezwitscher von Vögeln und eine leichte Brise. Das Gefühl allein auf der Welt zu sein. Milde 20 Grad – es duftet nach Frühling – spüre die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut. Wunderschöner Ausblick auf die türkisblaue Bucht. Ich schließe meine Augen…tief einatmen…. ausatmen, vollkommene Entspannung. Plötzlich… ich traue meinen Ohren kaum – tosender Lärm – in Millisekunden bin ich aus meinen Tagträumen gerissen- meine Ohren schmerzen. Plötzlich brennt die Sonne – Gestank in der Luft. Ich blicke mich hastig um, um die Ursache dieses presslufthammerähnlichen Geräuschpegels zu identifizieren: da sehe ich das Monster: ca. 30 spanische Schulkinder im Alter von ca. 8 Jahren, die sich nicht unterhalten, sondern pausenlos anschreien. Das Dezibellevel hat solche Ausmaße erreicht, dass selbst die 5 Lehrer mit einem Megaphon schreien müssen um ansatzweise Gehör zu finden. Ich flüchte auf die andere Seite des Castillos del Gibralfaro – der Gegenwind ist auf meiner Seite – ich höre Lärm in erträglicher Lautstärke, doch spüre das tosende Monster langsam aber sicher auf mich zukommen. Schnell lese ich noch die wichtigsten Eckdaten dieses historisch wichtigen Gebäudes durch, um als kulturinteressierter Weltbürger, die Bedeutung Malagas zu erfassen:
Unter den Phöniziern stand hier wohl ein Leuchtturm, was dazu führte, dass die Mauren den Berg Djebel-al-Faruk, „Berg des Leuchtturms”, was prompt die Spanier mit Gibralfaro übersetzten. Die Festung wurde zum Schutz der tiefer liegenden Alcazaba in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter der Leitung von Yusuf I., dem Kalifen der damals maurischen Provinz Malaga, errichtet. Die Verteidigungsanlage galt als uneinnehmbar.
So jetzt ab an den Strand. Malagas Malagueta ist ein typischer Stadtstrand – sprich nicht die pure Schönheit aber immerhin ein Strand. Nach ein paar Stunden des Dösens, Lesens und Genießens ging es weiter zum römischen Theater, das mit grösster Wahrscheinlichkeit aus der Zeit des Kaiser Augustus stammt. Daher wurde es auch mal wieder Zeit, es gerade jetzt zu restaurieren. Ein paar Minütchen dort verweilt, ging es auch gleich weiter zum Picasso Museum, in dem 200 Werke des Künstlers, der neben Antonio Banderas auch in Malaga geboren wurde, ausgestellt sind. Als begeisterter Picasso-Anbeter war es fast das Paradies auf Erden. Das absolute Highlight lag m.E. allerdings im Bereich des Kulinarischen: Tapas: Himmlisch waren wirklich die calamares fritos und pimientos fritos abgerundet mit einem Gläschen Wein Muskateller. Hierfür sollte man Pepe y Pipa und Gorki aufsuchen. Dies kann man dann im Rahmen eines Spaziergängchen in den Promenaden, Paseo del Parque, eine Parkanlage mit zahlreichen Fusswegen und Lusthäuschen vervollkommnen. Wenn man dann noch ein bisschen Zeit hat, kann man sich durchaus die Kathedrale von Malaga anschauen. Ihre Errichtung dauerte von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis Ende des 18. Jahrhunderts, weshalb sie den gotischen und arabischen Baustile vereint.
Übernachtet habe ich im Picasso’s Corner Backpackers Hostel , in dem ich mich von der allerersten Sekunde an sehr wohl gefühlt habe, da die Neuankömmlinge auf einer Tafel namentlich herzlich willkommen gehießen wurden. Hinzu kommt, dass das Zimmer sehr schön und sauber war und das Personal sehr nett – auch zu Italienern, die verzweifelt versucht haben ein Zimmer zu reservieren und daher 100 Mal das Wort camera wiederholten, was von dem hispanohablanten Personal mit Kamera verwechselt wurde, was natürlich komplett verwirren kann – selbst mich. Ganz in der Nähe des Hostels befindet sich das Teatro Cervantes, was vermutlich sehenswerte Vorstellung auf Spanisch anbietet. Den Abend verbrachte ich allerdings auf der Plaza der Merced, neben dem Geburtshaus von Picasso, mit einem der tollsten Büchern, Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon, endlich wieder in entspannter Atmosphäre.
6. und letzter Tag: Lorenzo El Escorial- Abschied
Wenn man schon in Madrid ist, sollte man auch San Lorenzo de El Escorial mitten in der Sierra Guaderama ca. 50Kilometer von Madrid entfernt, besuchen. Also machten wir uns an unserem letzten Tag in Spanien auf den Weg. Der Zug fuhr am Bahnsteig C8 auf dem Bahnhof Atocha Rente ab. Um 11.30 Uhr kamen wir an unserem Ausflugsziel an. Vom Bahnhof aus ging es mit dem Bus zur Klosteranlage (Monasterio) El Escorial. Dieser herrliche Baukomplex, der von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde, ließ Felipe II. im 16. Jahrhundert zum Gedenken der Schlacht um San Quintín errichten. Als EU-Bürger kann man mittwochs kostenlos dieses außerordentlich beeindruckende Gebäude besuchen. Zahlreiche Räume mit vielen wertvollen Gemälden von Greco, Ribera, Tiziano, Velázquez, El Bosco und vielen weiteren Künstlern sind zu besichtigen. Hier hängt auch das gesamte Triptychon „Heuwagen“ von Hieronymus Bosch, dessen zwei Außenteile wir im Prado gesehen hatten. Leider gelang es uns nicht den Sachverhalt zu klären, warum das Gemälde im Prado nicht vollständig war. Verschiedene spanische Monarchen der Habsburger- und Bourbonendynastie fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Höchst interessant war auch die Bibliothek. Die Basilika war leider wegen Renovierungsarbeiten nicht zu besichtigen.
Unbedingt wollten wir noch zu dem Platz, von dem aus Felipe II. die Fortschritte des Baus besichtigt hatte. Dort thront er als Denkmal auf einem Stuhl. Bei herrlichstem Sonnenschein wandelten wir durch den Klostergarten und genossen die wunderschöne Aussicht.
Anschließend schlenderten wir noch durch die hübsche Stadt, tranken ein Glas Bier und aßen ein paar Tapas.
Dann ging es um 15.15 Uhr wieder nach Madrid zurück, denn wir wollten an unserem letzten Aufenthaltstag noch einen Blick in das Museum Centro de Arte Reina Sofía werfen, das Museum für moderne Kunst. Das Interessantes für uns war die Dauerausstellung in der zweiten Etage. Hier ist das 8m x 3,50m große Bild “Guernica” von Picasso ausgestellt. Noch einige andere Werke von Picasso, Dali, Miró bewunderten wir, doch dann reichte es.
Abschied feierten wir noch ausgiebig im Museo Jambon. Genügend Serrano-Schinken erwarben wir als Souvenir für die Daheimgebliebenen.
Etwas wehmütig fuhren wir am nächsten Morgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen. Jetzt, wo wir alles recht gut überblicken, könnte es doch gleich nochmal von vorne losgehen. Wir hatten doch so viel noch nicht gesehen, hatten die spanische Küche noch nicht richtig genossen, keinen originären Flamenco gesehen, keiner Opernaufführung beigewohnt und, und, und!
Madrid – wir kommen wieder!
5. Tag – Im Prado und Madrid bei Nacht
Bei Sonnenschein und frühlingswarmen Temperaturen war eines der großartigsten Gemäldegalerien vorgesehen: der Prado! Obwohl die Menschenschlange vor dem Eingang gute 100 Meter betrug, erwarben wir nach einer halben Stunde unsere Eintrittskarten, noch ein kurzes Anstehen und dann konnten wir uns die großartigen Schätze anschauen: natürlich Bilder von Goya, Rubens, die Herzogin von Alba, bekleidet und unbekleidet, die Familie Karls des IV, Las Meninas von Valasquez, ebenso interessant die Bilder der flämischen Maler Breughel und Bosch. Man könnte viele Stunden, wahrscheinlich Tage im Prado verbringen. Selbst Menschen, die nicht gerade Museumsgänger sind, sollten sich wenigstens einen Teil dieser unfassbaren Schätze nicht entgehen lassen. Unser Tipp, man sollte bei wenig zur Verfügung stehender Zeit nach den Empfehlungen des Reiseführers vorgehen. Auch auf der Internetseite des Prados gibt es Empfehlungen je nach Besuchsdauer. Uns lockte der Sonnenschein jedenfalls um 14 Uhr wieder hinaus, 3 Stunden vergingen im Nu.
Nach vielen historischen Sehenswürdigkeiten waren wir nun auf der Suche nach der anderen Seite Madrids. Die Gran Vía mit ihrem Großstadtflair, mit ihren Kinos, Musicals, Theatern, Banken, Geschäften und Einkaufszentren schien uns geeignet. Nach einem Imbiss war es höchste Zeit ein Schuhgeschäft aufzusuchen, da man doch tatsächlich Schuhsohlen durch laufen kann. Im Kaufhaus Inglés erstanden wir dann auch ein paar schicke Schuhe. Die alten wurden im nächsten Straßenmülleimer entsorgt.
Um den herrlichen Tag weiter zu genießen, genehmigten wir uns einen Kaffee auf der Plaza Mayor. Höchst interessant war für uns das Spektakel einer Zechprellerei. Da der Platz nur durch Torbögen zu verlassen ist, wurde der Zechpreller, ein Fan des portugiesischen Fußballclubs, sofort von der Polizei geschnappt. Uns fiel insgesamt die starke, aber unaufdringliche Präsenz der spanischen Polizei auf.
Auf zu neuen Taten ließen uns den Entschluss fassen, noch zum Faro de Moncloa, einem 100 Meter hohen Sendeturm mit einer Aussichtsplattform, zu fahren, um ein angeblich wunderschönes Panoramabild über die Stadt zu erhalten. Wir konnten den futuristisch anmutenden Bau zwar von außen betrachten, nur leider war der Turm wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
Da der Templo de Depod auf gleicher Strecke lag, entschlossen wir uns, diesen bei Sonnenuntergang betrachten. Wir genossen dann auch die tolle Stimmung, die sich insbesondere durch das abfallende Parkgelände ergab. Das Licht der letzten Sonnenstrahlen ließen den Templo de Debot noch einmal erstrahlen. Danach wirkte die künstliche Beleuchtung des Tempels. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt
Noch ein kleiner Blick auf die Plaza España mit dem Cervantes-Denkmal. Dort sitzt der berühmte Dichter majestätisch auf einem stilvollen Stuhl. Sein Blick fällt auf zwei kleinere Reiterstatuen, welche den Protagonisten Don Quijote aus dem gleichnamigen Roman sowie seinen Knappen Sancho Pansa darstellen.
Nun zurück zum Hotel um sich für den nächtlichen Spaziergang durch Madrid auszuruhen.
Am späten Abend genossen wir dann die herrlich beleuchteten Gebäude, besuchten eine Tapas-Bar und begaben uns dann ins Zentrum des Viertels Latina, das zu den schönsten Vierteln für einen abendlichen Spaziergang zählt. Wir bogen in die Calle Andrés ein und stiegen die vielen flachen Treppen hinauf in Richtung Plaza San Andrés. Viele Nachtschwärmer sind hier anzutreffen. Zum Schluss zog es uns noch einmal zur Plaza Mayor zurück, auf der reges Treiben herrschte. Wir genossen noch einen Sangria in einem der Cafés und hörten dabei den Musikern zu.